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Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

La Seu (Kathedrale von Palma)

Für jeden Mallorca-Urlauber ein Muß ist La Seu - die Kathedrale der Hauptstadt Palma. Der Bau wurde 1230 an der Stelle der ehemaligen großen Moschee der Mauren begonnen, wurde aber erst im 16./17. Jahrhundert mit seinem ockerfarbenem Sandstein fertiggestellt. Durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung verändert sich die Farbe ihres Kalksteins stündlich: morgens wirkt sie eher graubraun, mittags weiß und bei Sonnenuntergang - für viele Betrachter das schönste Farbspiel - erscheint sie fast goldfarben.
Die Kathedrale ist ca. 120 Meter lang, 40 Meter breit und mit den beiden im 19. Jahrhundert erbauten Haupttürmen über 67 Meter hoch. Auch ohne die Haupttürme zählt die Kathedrale zu den ganz großen Bauwerken der gotischen Stilrichtung.


Cuevas de Arta

Unweit der Küste, ca. 10 Kilometer südöstlich von Arta, befinden sich die Cuevas de Arta, ein ungefähr 450 Meter langes Höhlensystem, in dem eine konstante Temperatur von 18 °C herrscht. In der Höhle gibt es einige imponierende Tropfsteinbildungen, u.a. einen über 20 Meter hohen Stalagmiten. Die Höhlen wurden wahrscheinlich in früheren Zeiten als Wohnstätten genutzt.


Son Marroig

Zwischen Valldemossa und Soller - an der Westküste Mallorcas - hoch auf den Klippen liegt das wunderschöne Landgut Son Marriog. Im 19. jahrhundert gehörte es dem österreichischen Erzherzog Ludwig Salvator, der ein großer Naturliebhaber war. Heute ist der Landsitz auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Blick von oben über das Meer und die atemberaubende Landschaft ist einfach grandios. Das Landgut kann auch von innen besichtigt werden.


Sa Calobra

Eine der wohl abenteuerlichsten Strecken auf ganz Mallorca führt zu einer der schönsten Buchten auf der Insel. An der schroffen Westküste - etwas nördlich von Soller - führt von der Hauptstraße der Westküste abzweigend eine außergewöhnliche Serpentinenstraße an die Cala de la Calobra, die Autofahrern schon ein gewisses Maß an Routine abverlangt. Zwölf Kilometer Passstraße mit unzähligen, zum Teil spektakulären Haarnadelkurven, die man in der Hochsaison mitunter hinter einem der zahlreichen Ausflugsbusse, im Frühjahr und Herbst hinter ambitionierten Radfahrern herzockelt, müssen Besucher zurücklegen, um zur 800 Meter tiefer liegenden Bucht Sa Calobra zu gelangen, in die die spektakuläre Wildwasserschlucht Torrent de Pareis mündet. Wer es etwas bequemer mag, dem wird eine Fahrt mit dem Ausflugsboot von Puerto de Soller aus hierher empfohlen.


Kloster Lluc

Inmitten der Tramuntana Berge eingerahmt von dicht bewaldeten Schluchten liegt auf 400 Metern Höhe das Kloster Lluc, das heute der wichtigste Wallfahrtsort Mallorcas ist. Das Kloster wurde um 1250 gegründet, doch der Legende nach ist der Wallfahrtsort noch viel älter. Verehrt wird von den Gläubigen die schwarze Madonna (La Moreneta). Die Skulptur soll aus dem 13. jahrhundert stammen, einige Fachleute sind jedoch der Meinung, dass es sich bei der Statue auch um die ägyptische Göttin Isis handeln könnte, die weit vor dieser Zeit lebte.

Die heutige Bausubstanz des Klosters stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Kloster wird heute genutzt als Musik- und Gesangschule für Jungen.


Cap Formentor

Das Cap Formentor im äußersten Norden Mallorcas ist das Ende der gleichnamigen Halbinsel, die wie ein ausgestreckter Zeigefinger in das Meer hinausragt. Auf der Halbinsel gibt es verschiedene Aussichtspunkte, die sich hervorragend als Foto- oder Postkartenmotive eignen. Das tiefblaue Meer gibt einen faszinierenden Kontrast zu den schroffen Felswänden, die sich bis zu 300 Metern in die Tiefe stürzen. Eine kurvige, gut ausgebaute Straße führt zum äußersten Zipfel - dem Cap Formentor - den ein Leuchtturm ziert. In der hautsaison ist die Strecke sehr stark befahren. Man sollte deshalb genügend Zeit einplanen. Auf dem Weg zum Cap Formentor fährt man auch nahe am berühmten und luxuriösen Hotel Formentor vorbei. Viele politische Größen und bekannte Schauspieler haben hier schon einige Nächte verbracht. Der angrenzende Strand ist öffentlich und kann von allen Besuchern genutzt werden.


Cuevas del Drach

Eine Hauptattraktion Mallorcas ist das 1896 von dem französischen Forscher Edouard Martel erforschte Höhlensystem Cuevas del Drach in der Nähe von Porto Christo an der Ostküste Mallorcas. Täglich kommen Tausende Besucher, um die wunderbare Welt aus Stalaktiten und Stalagmiten zu bewundern. Seit 1935 können Besucher hier einen kilometerlangen Weg durch die unterirdische Welt Mallorcas erkunden, der an mehreren Lagunen und dem weltbekannten Lago Martel vorbeiführt. Der riesige unterirdische See ist benannt nach dem französischen Entdecker der Höhlen. Die spektakulären Naturattraktionen werden durch raffinierte Lichtspiele effektvoll in Szene gesetzt. Zum Standardprogramm gehört auch ein Konzert mit klassischer Musik in der Grotte.


Der "Rote Blitz"

Nostalgie kommt auf bei der knapp einstündigen Fahrt von Palma nach Soller mit dem sogenannten "Roten Blitz". Diese 1912 in Betrieb genommene Schmalspureisenbahn ist ein wirkliches Erlebnis, kann man doch die vorbeirauschende Natur kaum intensiver erleben. Nähert man sich Soller spürt man schon den intensiven duft der Zitrusfrüchte, die dem Tal auch den Namen Tal der Orangen gegebne haben. Die Fahrt mit dem Zug ist sicherlich nicht überaus bequem, jedoch fühlt man sich mit ein wenig Phantasie zurückversetzt in längst vergangene Zeiten.

 

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